Vermögenswirksame Leistungen

Durch einen Tarifvertrag bzw. einen Arbeitsvertrag werden in Deutschland vermögenswirksame Leistungen geregelt. Doch was bedeutet das eigentlich?

Das Prinzip in Deutschland funktioniert wie folgt: Der Arbeitnehmer benennt ein Anlagekonto (es gibt unterschiedliche Arten der Anlagen), auf dem der Arbeitgeber die vermögenswirksame Leistung einbezahlt. Es ist vertraglich festgehalten, ob der Arbeitnehmer auch noch einen Beitrag dazusteuern muss bzw. kann. Teilzeitbeschäftigte erhalten die vermögenswirksamen Leistungen oft nur anteilig. Berufliche Neueinsteiger bekommen die Leistungen nach Ende der Probezeit. Keinen Anspruch auf VL haben freie Mitarbeiter, Rentner und Selbstständige.

Die vermögenswirksame Leistung wird durch die Arbeitnehmersparzulage vom Staat subventioniert. Das wird im Fünften Vermögensbildungsgesetz festgelegt. Es handelt sich bei der vermögenswirksamen Leistung um eine nicht obligatorische, also freiwillige Leistung des Arbeitgebers, die die Vermögensbildung des Arbeitnehmers unterstützen soll. Im Höchstfall beträgt diese Leistung 40 Euro monatlich. Die Laufzeit der Anlageformen, die im Fünften Vermögensbildungsgesetz festgehalten sind, beträgt allgemein sieben Jahre, wobei das letzte Jahr als beitragsfreies Jahr vorgesehen ist. Erst nach den sieben Jahren kann der Sparer von vermögenswirksamen Leistungen erst über das Geld frei verfügen.

Der Bausparvertrag gilt als eine der Anlageformen, die in Deutschland wohl am verbreitesten ist. Es gibt des Weiteren auch Fonds oder Lebensversicherungen, die als Anlage geltend gemacht werden können. Staatliche Zuschüsse gibt es im Sinne der Arbeitgebersparzulage oder der Wohnungsbauprämie durch den Abschluss eines Bausparvertrags. Die Zinsen bei einem Bausparvertrag sind sehr attraktiv. Der Vorteil beim Abschluss eines Bausparvertrags gegenüber etwaigen Fondssparplänen besteht darin, dass das Risiko nicht so hoch ist (Stichwort: Weltwirtschaftskrise).

Einer staatlichen Förderung kann nur stattgegeben werden, wenn eine gewisse Einkommensgrenze nicht überschritten wird. Ab einem Jahresgehalt von 20 000 Euro für Alleinstehende, und 40 000 Euro für Eheleute sind diese Grenzen überschritten. Bei der Abgabe der Steuererklärung können Sie die staatliche Förderung der vermögenswirksamen Leistungen beantragen. Die Bausparkasse kann Ihnen eine Bescheinigung geben, die Sie mit der Steuererklärung abgeben.