USA – Scheitern des Klimaschutzgesetzes von Obama

Juli 2010. In den letzten Tagen kam uns Deutschland vor, als würden wir uns täglich in einer Sauna  befinden. Schwitzen war stets angesagt, egal, ob draußen oder drinnen. Mit Temperaturen bis zu 38°C war niemand davor sicher. Doch wird dies sich in Zukunft nicht sogar noch verschlimmern, jetzt, wo das Klimaschutzgesetz der USA scheiterte?

Nachdem die Republikaner weiterhin gegen das Gesetz waren, haben auch die Demokraten aufgegeben, daran fest zu halten. Durch diese Entwicklung ist nun unklar, ob der Präsident Obama sein Versprechen einhalten kann, die CO2 – Emissionen der Vereinigten Staaten von Amerika um 17% zu senken. Eigentlich hatte er versprochen, dies möge bis 2020 gelingen. Die Tatsache, dass dieser Gesetzentwurf scheiterte, macht wenig Mut für das nächste Treffen zur Klimaverhandlung in Mexiko, welches im Dezember stattfinden soll.

Neben den USA ist China das Land mit dem größten Ausstoß an Treibhausgasen. Die Frage ist, ob sich etwas an der Situation ändern wird, wenn die beiden verantwortlichen Regierungen nicht dazu beitragen, ihren Verbrauch einzuschränken. Hierzu ein Zitat einer Passantin aus der Würzburger Fußgängerzone: „Momentan habe ich eine Karibu Sauna  in meinem Haus eingebaut. Aber ob ich die noch nutzen möchte, wenn die Temperaturen weiterhin so ansteigen..? Ich habe wirklich Angst davor, wie sich das alles entwickeln wird. Mein Gefühl sagt mir, dass niemand sich die Mühe macht, nachhaltig zu denken.“

Die Republikaner waren übrigens gegen das neue Gesetz, weil es mehr Investitionen in Erneuerbare Energien nach sich ziehe. Dadurch würden die Bürger mit höheren Ausgaben für Energie belastet, was sie niemandem zumuten wollten. Zudem befürchteten die Republikaner Abwanderungen der Industrie ins Ausland, da die Preise (z.B. für Produktionen) steigen würden. Es herrscht große Kritik an den Personen im Senat. So wird ihnen beispielsweise vorgeworfen, nur auf die Wirtschaft zu hören und nicht auf die Stimmen aus dem Volk, die sich für eine verantwortungsvollere Klimapolitik aussprechen.