Social Business

Dass das Konzept des Kapitalismus angreifbar und instabil ist, ist spätestens seit der Wirtschaftskrise von 2008 jedem klar. Alternative Wirtschaftsmodelle gibt es zahlreiche, zukunftsfähig sind nicht viele. Social Business, entwickelt u.A. von Muhammad Yunus,ist ein Konzept, das den Kapitalismus auch weiterhin tragfähig machen soll. Entstanden unter anderem durch NGOs (Non Government Organisations) und Sozialprojekten wird das Modell immer bekannter. Inhalt dessen sind soziale, gesellschaftliche und ökologische Punkte. Wie im Mittelalter die Klosterfrau, gibt es viele Berufe, die weniger privilegierten Menschen zuträglich sein könnten.
Normale Wirtschaftsunternehmen unterscheiden sich von Social Business Firmen durch zwei wesentliche Merkmale:
- Unternehmenszweck ist nur auf die Lösung sozialer Probleme fokussiert
- Spekulative Gewinne werden vermieden bzw. darauf verzichtet
Die Unternehmen arbeiten zwar normal im herkömmlichen Sinn, Gewinne verbleiben jedoch im Unternehmen selbst. Diese können dann dazu benutzt werden, ein gesundes Unternehmenswachstum und eine Ausweitung der Leistungen zu fördern. Investoren sind für dieses Wirtschaftskonzept unerlässlich.
Weitere Ziele von Social Business können sein:
• Einsatzbereiche für Social Business in so genannten Dritte Welt Ländern schaffen, z.B. mit Mikro–Krediten, Bildungs– und Präventionsprogrammen usw.
• Intensivierung des individuellen, gemeinschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritts als Ziel, z.B. indem Kapitalismus zukunftsfähig werden soll
Noch ist die Idee des Social Business nicht komplett ausgereift, doch immer mehr Social Entrepreneurs beweisen, dass das Konzept zukunftsfähig werden kann. Was früher die Klosterfrau tat, nämlich die Gesellschaft durch soziale Verantwortung nachhaltig zu verbessern, ist heute auch für normale Manager interessant. Bereiche in denen das Modell heute zum Einsatz kommt sind unter anderem Umweltschutz, Menschen-/Bürgerrechte, Information und Aufklärung, Bekämpfung von Armut und Bildung. In profitorientierten Konzernen ist das Modell bislang kaum interessant, deshalb sind die meisten Unternehmer in Low- oder Now-Profit Organisationen tätig. Seitdem „Greenwashing“, also durch PR gesteuerte Imagesteuerung mit dem Ziel eine umweltfreundliche und nachhaltige Unternehmensführung zu suggerieren, in Mode ist, geben sich aber viele Firmen gerne den Anstrich eines Social Entrepreneurship Unternehmens.