Niedrigenergiehaus Blockhaus

Als Niedrigenergiehäuser bezeichnet man Gebäude, die nur einen minimalen Bedarf an Warmwasser und Heizwärme haben. Der Heizwärmebedarf ist bei einem Niedrigenergiehaus auf max. 70 kWh begrenzt. Dies entspricht einem jährlichen Verbauch von ca. sieben Liter Heizöl oder sieben Kubikmeter Erdgas pro Quadratmeter Wohnfläche. Der niedrige Heizwärmebedarf wird durch eine verbesserte Haustechnik, Materialien und Bauweise erzielt. Dazu gehören eine gute Wärmedämmung, die Vermeidung von Wärmebrücken, Wärmeschutzverglasung der Fenster, eine effiziente Haustechnik, eine kompakte Bauweise sowie eine kontrollierte Hausbelüftung. Außerhalb des Hauses ist dies natürlich nicht erkennbar. Der Gartenzaun, die Terasse und alle anderen Außenbereiche können ganz normal angelegt und genutzt werden.
Das Blockhaus könnte schon bald das Niedrigenergiehaus der Zukunft werden, denn laut einem Entwurf der EU-Kommission (Artikel zum Thema) müssen bereits ab 2020 alle neu zu errichtenden Gebäude nach den strengen Energiespar-Richtlinien soviel Energie erzeugen wie sie selbst verbrauchen. Blockhäuser als Niedrigenergiehäuser werden zukünftig dazu beitragen, dass in der EU eine signifikante Energieeinsparung durchgesetzt werden kann, denn ca. 40% der Energie in Europa werden heute in Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden verbraucht.

Um die Sonnenenergie maximal nutzen zu können, werden die großen Fensterfronten der Niedrigenergiehäuser nach Süden ausgerichtet. Wohn- und Aufenthaltsräume sind ebenfalls im südlichen Hausteil angeordnet, während Hauswirtschaftsräume wie Küchen und Bäder nach Norden ausgerichtet sind. Eine kompakte bzw. wenig zerklüftete Bauweise durch Erker und Dachgauben vermeidet den Wärmeverlust durch Wärmebrücken. Die Hausfassade, Keller- und Geschossdecken sowie das Dach werden mit einer optimalen Dämmung versehen, um den Wärmeverlust so gering wie möglich zu halten. Mit einer modernen Hausbelüftung können ca. 80% der Abluftwärme rückgewonnen werden. Eine energieeffiziente Heizungsanlage mit einer Holzpelletheizung oder einem Niedertemperaturkessel hilft zusätzlich Energie zu sparen.

Bei einem Blockhaus werden Wände, Decken und Dach aus Holz gefertigt. Meist wird dazu das Nadelholz der Polarkiefer verwendet. Holz ist ein natürlicher Baustoff mit selbstregulierenden Wärmeeigenschaften und dazu noch ein ökologischer und preisgünstiger Rohstoff. Das Naturprodukt Holz ist atmungsaktiv, umweltfreundlich und schadstoffarm. Das behagliche Klima im Holz-Blockhaus sorgt für ein angenehmes Ambiente und ist auch für Allergiker geeignet, da es einen niedrigeren Staubgehalt aufweist als Häuser in herkömmlicher Bauweise. Blockhäuser sind heute als Ausbau- bzw. Fertighäuser erhältlich. Durch den vielschichtigen Aufbau von Wänden, Decken und Dach wird eine ausgezeichnete Wärmedämmung erreicht. Hochwertige Dämmstoffe an den Außen- und Innenseiten des Blockhauses verhindern, dass Wärme entweichen kann. Zusätzlich hat Holz gegenüber herkömmlichen Baumaterialien eine niedrige Wärmeleitfähigkeit.